Tetrachlorethylen

Ausgezeichnete Lösungsmittelverträglichkeit – Tetrachlorethylen ist mit einer Reihe organischer Lösungsmittel kompatibel, darunter Ethanol, Diethylether, Chloroform und Benzol. Seine Mischbarkeit variiert je nach Lösungsmittel und Bedingungen, was es für ausgewählte industrielle Reinigungs- und lösungsmittelbasierte Anwendungen nützlich macht.

Nicht entflammbare Eigenschaften – Tetrachlorethylen wird unter Standardbedingungen im Allgemeinen als nicht entflammbare Flüssigkeit eingestuft. Diese Eigenschaft kann bei bestimmten industriellen Lösungsmittelanwendungen von Vorteil sein; jedoch bleiben angemessene Belüftung, Expositionskontrollen und sichere Handhabungsverfahren unerlässlich.

Thermische und chemische Stabilität – Tetrachlorethylen weist unter geeigneten Lagerungs- und Betriebsbedingungen eine gute Stabilität auf. Sein Verhalten bei erhöhten Temperaturen hängt von Faktoren wie Sauerstoffverfügbarkeit, Verunreinigungen, Feuchtigkeit und Kontakt mit anderen Materialien ab. Spezifische Leistungsaussagen für hohe Temperaturen sollten anhand zuverlässiger technischer Daten überprüft werden.

Vielseitiges chemisches Zwischenprodukt – Tetrachlorethylen kann als Rohstoff oder Zwischenprodukt in ausgewählten chemischen Herstellungsprozessen dienen. Reaktionen mit Hydrierung, Halogenierung oder Fluorwasserstoff erfordern sorgfältig kontrollierte Bedingungen und eignen sich nur für spezifische Prozesse und Formulierungen.

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Produktbeschreibung

Tetrachlorethylen, auch bekannt als Perchlorethylen oder PCE, ist eine chlorierte organische Verbindung mit der Summenformel C₂Cl₄. Es ist eine farblose, transparente, nicht entflammbare Flüssigkeit mit einem charakteristischen etherartigen Geruch. Aufgrund seiner Lösungsmitteleigenschaften und chemischen Merkmale wird Tetrachlorethylen in der industriellen Reinigung, in Trockenreinigungsprozessen und in ausgewählten Anwendungen der chemischen Herstellung verwendet.

Tetrachlorethylen

Physikalische und chemische Eigenschaften

Tetrachlorethylen hat eine Molekülmasse von etwa 165,83 g/mol, eine relative Dichte von etwa 1,62, einen Schmelzpunkt von ungefähr −22,7 °C, und einen normalen Siedepunkt von etwa 121 °C. Sein Brechungsindex beträgt ungefähr 1.505, und seine Viskosität bei 20 °C wird mit etwa 0,84 mPa·s angegeben. Der Dampfdruck steigt mit der Temperatur, was ein wichtiger Aspekt für Lagerung, Handhabung und Kontrolle der Exposition am Arbeitsplatz ist.

Tetrachlorethylen ist in Wasser sehr wenig löslich und mit mehreren organischen Lösungsmitteln mischbar, darunter Ethanol, Diethylether, Chloroform und Benzol. Seine Verträglichkeit mit anderen Stoffen hängt vom Lösungsmittelsystem und den Betriebsbedingungen ab.

Chemische Eigenschaften und Reaktivität

Tetrachlorethylen ist unter geeigneten Lagerungs- und Handhabungsbedingungen relativ stabil. Sein Verhalten hängt jedoch von Temperatur, Lichteinwirkung, Verunreinigungen und Kontakt mit reaktiven Stoffen ab. Unter bestimmten Reaktionsbedingungen kann es Hydrierung, Chlorierung und andere chemische Umwandlungen eingehen, um chlorierte Derivate zu bilden. Reaktionen mit Brom oder Fluorwasserstoff erfordern geeignete Prozesskontrollen und sollten für die spezifische Fertigungsanwendung bewertet werden.

Die Exposition gegenüber ungeeigneten Bedingungen, einschließlich übermäßiger Hitze oder inkompatibler reaktiver Materialien, kann zu Zersetzung oder gefährlichen Reaktionen führen. Tetrachlorethylen kann auch mit bestimmten starken Oxidationsmitteln, reaktiven Metallen und anderen Stoffen unverträglich sein. Die Verträglichkeit sollte anhand des Sicherheitsdatenblatts (SDB) des Produkts und relevanter Prozesssicherheitsinformationen bestätigt werden.

Sicherheit und Handhabung

Tetrachlorethylen ist eine gefährliche Chemikalie, die das zentrale Nervensystem beeinträchtigen kann. Eine Exposition kann Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Koordinationsstörungen verursachen; hohe Expositionswerte können zu schwerwiegenderen Auswirkungen führen. Wiederholte oder längere Exposition kann zusätzliche Gesundheitsrisiken darstellen.

Verwenden Sie geeignete technische Schutzmaßnahmen, ausreichende Belüftung, geeignete persönliche Schutzausrüstung und Verfahren zur Expositionsüberwachung. Lagern und handhaben Sie das Produkt gemäß dem SDB des Lieferanten und den geltenden Vorschriften. Toxikologische Werte und Arbeitsplatzgrenzwerte sollten der relevanten, aktuellen Sicherheitsdokumentation für die jeweilige Gerichtsbarkeit entnommen werden.

Produktparameter

Schmelzpunkt-22 °C (lit.)
Siedepunkt 121 °C (lit.)
Dichte1,623 g/ml bei 25 °C (lit.)
Dampfdichte5,83 (gegen Luft)
Dampfdruck13 mm Hg (20 °C)
Brechungsindexn20/D 1,505 (lit.)
Flammpunkt 120-121 °C
LagertemperaturBei +2 °C bis +25 °C lagern.
LöslichkeitWasser: löslich 0,15 g/l bei 25 °C
FormFlüssigkeit
FarbeAPHA: ≤10
Geruchchloroformartiger Geruch
Geruchsschwelle0,77 ppm
WasserlöslichkeitMischbar mit Alkohol, Ether, Chloroform, Benzol und Hexan. Geringfügig mischbar mit Wasser.
Gefrierpunkt -22,0 ℃
λmaxλ: 290 nm Amax: 1,00
λ: 295 nm Amax: 0,30
λ: 300 nm Amax: ≤0,20
λ: 305 nm Amax: 0,10
λ: 350 nm Amax: 0,05
λ: 400 nm Amax: 0,03
Merck149190
BRN 1361721
Henry-Konstante4,97 bei 1,8 °C, 15,5 bei 21,6 °C, 34,2 bei 40,0 °C, 47,0 bei 50 °C, 68,9 bei 60 °C, 117,0 bei 70 °C (EPICS-GC, Shimotori und Arnold, 2003)
ExpositionsgrenzenTLV-TWA 50 ppm (~325 mg/m3) (ACGIH), 100 ppm (MSHA und OSHA); TLV-STEL 200 ppm (ACGIH); Karzinogenität: begrenzte Hinweise aus Tierversuchen.
Dielektrizitätskonstante2,5 (21 °C)
Stabilität:Stabil. Unverträglich mit starken Oxidationsmitteln, Alkalimetallen, Aluminium, starken Basen.
LogP2,53 bei 20 °C
CAS-Datenbank-Referenz127-18-4 (CAS-Datenbankreferenz)
IARC2A (Vol. Sup 7, 63, 106) 2014
NIST-Chemie-ReferenzTetrachlorethylen (127-18-4)
EPA-StoffregistrierungssystemTetrachlorethylen (127-18-4)
GefahrensymboleXn,N,T,F
Risikosätze40-51/53-23/25-11-39/23/24/25-23/24/25
Sicherheitssätze23-36/37-61-45-24-16-7
RIDADR UN 1897 6.1/PG 3
WGK Deutschland 3
RTECSKX3850000
Selbstentzündungstemperatur260 ℃
TSCA Ja
Gefahrenklasse 6.1
Verpackungsgruppe III
HS-Code 29032300
Daten zu gefährlichen Stoffen127-18-4 (Daten zu gefährlichen Stoffen)
ToxizitätLD50 oral bei Mäusen: 8,85 g/kg (Dybing); LC für Mäuse in Luft: 5925 ppm (Lazarew)
IDLA150 ppm

Anwendungsszenarien

Tetrachlorethylen, auch bekannt als Perchlorethylen (PCE), ist ein chloriertes organisches Lösungsmittel, das in der industriellen Reinigung, der professionellen chemischen Reinigung, der Metallentfettung und ausgewählten chemischen Herstellungsverfahren weit verbreitet ist. Es wurde auch als Rohstoff oder Zwischenprodukt bei der Herstellung bestimmter chlorierter und fluorierter Verbindungen verwendet.

1. Industrielle Reinigung und Metallentfettung

Tetrachlorethylen besitzt starke Lösungseigenschaften und kann viele Öle, Fette und andere organische Verunreinigungen lösen. Es wurde in der Metallentfettung und in industriellen Reinigungsprozessen eingesetzt, um Fett, Öl und Rückstände von Metallkomponenten zu entfernen. Seine Eignung hängt vom Reinigungssystem, der Materialverträglichkeit und den geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften ab.

2. Chemische Reinigung und Textilverarbeitung

Tetrachlorethylen wurde traditionell als Lösungsmittel in der professionellen chemischen Reinigung verwendet, da es ölige Flecken und Fett lösen kann. Es wurde auch in ausgewählten Textilverarbeitungs- und Veredelungsprozessen eingesetzt. Seine Verwendung unterliegt geltenden Beschränkungen und Sicherheitsanforderungen, die je nach Rechtsordnung variieren.

3. Anwendungen bei Gummi, Harzen und Beschichtungen

Tetrachlorethylen kann bestimmte organische Materialien lösen oder mit ihnen wechselwirken, darunter ausgewählte Gummimischungen und Harze. Je nach Formulierung und Verträglichkeit wurde es in lösungsmittelbasierten Anwendungen mit Gummi, Tinten, Beschichtungen und verwandten industriellen Materialien verwendet.

4. Chemische Herstellung

Tetrachlorethylen dient als chemisches Zwischenprodukt in ausgewählten Herstellungsprozessen, einschließlich der Produktion bestimmter chlorierter Verbindungen und fluorierter organischer Chemikalien. Seine Verwendung in diesen Prozessen erfordert geeignete Reaktionskontrollen, Gerätekompatibilität und Handhabungsverfahren.

5. Umweltbelastung und Sicherheitsaspekte

Tetrachlorethylen kann durch industrielle Emissionen, kontaminierte Luft, Boden oder Wasser in die Umwelt gelangen. Menschen können durch Einatmen oder unter bestimmten Umständen durch kontaminierte Lebensmittel oder Trinkwasser exponiert werden. Da Tetrachlorethylen Gesundheits- und Umweltgefahren birgt, sollten Handhabung, Lagerung, Verwendung und Entsorgung gemäß dem geltenden Sicherheitsdatenblatt (SDB) und den örtlichen Vorschriften erfolgen.

Insgesamt ist Tetrachlorethylen ein etabliertes industrielles Lösungsmittel und chemisches Zwischenprodukt. Seine Verwendung sollte anhand der technischen Leistung, der regulatorischen Anforderungen sowie der arbeits- und umweltschutzbezogenen Sicherheitsaspekte bewertet werden.

Tetrachlorethylen

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