Produktbeschreibung
Direktrot 23 ist ein purpurroter Direktfarbstoff mit mäßiger Wasserlöslichkeit. In Wasser gelöst ergibt er eine hellrote wässrige Lösung, die unter verschiedenen Säure-Base-Bedingungen deutliche Farbverschiebungen zeigt. Die Zugabe von verdünnter Schwefelsäure färbt die Lösung hellblau; konzentrierte Salzsäure erzeugt einen weinroten Niederschlag, während starke Alkalien den Farbton in Richtung rötlich-orange-braun verschieben.
Dieser Farbstoff ist in Ethanol schwer löslich und bildet eine orangefarbene Lösung; in Aceton ist er unlöslich. In konzentrierter Schwefelsäure zeigt er hellrote bis magentafarbene Töne und wird bei Verdünnung braun-orange. Konzentrierte Salpetersäure erzeugt orange-gelbe Niederschläge, während konzentrierte Alkalien ihn nicht lösen können. In konzentrierter Ammoniaklösung löst er sich jedoch vollständig zu einer hellroten Flüssigkeit.
Metallionen haben merkliche Auswirkungen auf die Färbeergebnisse: Kupferionen verdunkeln den endgültigen Farbton, während Eisenionen das Farbbild des gefärbten Substrats kaum verändern.

Produktparameter
| Farbindex | 29160 |
| CAS-Datenbankreferenz | 3441-14-3 (CAS-Datenbank-Referenz) |
| EPA-Stoffregister-System | C.I. Direktrot 23, Dinatriumsalz (3441-14-3) |
| WGK Deutschland | 2 |
| RTECS | QK1237500 |
Anwendungsszenarien
Direct Red 23 ist ein vielseitiger Direktfarbstoff, der häufig zum Färben und Bedrucken von natürlichen Textilfasern wie Baumwolle, Viskose und Leinen verwendet wird. Er eignet sich auch zum Färben von Seide, Wolle, Papier und Leder und kann zu Farblacken für verschiedene industrielle Anwendungen verarbeitet werden.
Dieser Farbstoff liefert bei alleiniger Verwendung reine Scharlach- und Krapprot-Töne (gelbstichiges Rot). Er zeichnet sich durch hervorragende Farbkompatibilität aus und kann mit Gelb-, Orange-, Rot-, Braun- und anderen Farbtönen kombiniert werden, um reichhaltige, maßgeschneiderte Farbnuancen zu erzeugen.
Gefärbte Stoffe passen sich gut an herkömmliche Nachbehandlungsverfahren an. Harnstoff-Formaldehyd-Harzausrüstung und Behandlung mit Fixiermittel Y führen zu vernachlässigbaren Veränderungen des ursprünglichen Farbtons. Im Gegensatz dazu bewirkt eine Behandlung mit Fixiermittel M eine deutliche Blauverschiebung des fertigen Farbtons.
